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Kokon - Generation

Kokon: Generation
Hamburger Beatrock, Mai 03

Das Hamburger Trio hat sich erst 2000 gegründet, kann aber kaum als Newcomer durchgehen. Zu vielfach sind die gesammelten musikalischen Erfahrungen. Kooperationen mit Blumfeld und Barbara Morgenstern gab es bereits zuvor, Arne Ghosh ist zudem regelmäßiger Gasttrommler bei Paula, spielt parallel bei Wunder u.a.
Auf der CD spielt außerdem Helge Schneider-Keyboarder Buddy Casino. Gemischt hat die GENERATION Michael Mühlhaus.
Wenn die kompromisslosen Texte von Sven Janetzko es brauchen, schafft die Musik Ruhe, Tempo, Rhythmik oder Virtuosität trotz nur dreier Instrumente und immer mit großer Intensität und Abwechslungsreichtum. Die Musik greift auf, was Mitte der 90er abrupt gestoppt wurde. Indiemusik mit neuen Textideen, virtuosen Gitarren und viel Freude daran.

tracklist:
01. was wir tun muessen
02. frankfurter allee
03. tequila
04. never change a winning team
05. das pony
06. auf der suche nach gott
07. wenn sie mich nicht geliebt hat
08. 1 ganzes buch
09. generation
10. gifte
11. instrumental journey

Sofort kreisen Bass und Drums umeinander, fassen sich, lassen sich los. In den saftigen Groove hinein eisklare Sechzehntel der Gitarre. Die Maschine kommt auf Touren, und was sie antreibt, kann sie selbst beschreiben:
„Wasser. Öl. Luft. Kraftstoff. Elektrische Anlagen.“
Wenn es rockt, wenn es sich so bewegt, ist alles so einfach:
„Du hast Dir ein Auto gekauft und Du fährst durch die Stadt...Das ist die Frankfurter Allee.“
Diese Frankfurter Allee liegt nicht allein in Berlin, dort steht nur ihr Straßenschild. Sie verbindet Großstädte. Kokon sind aus Hamburg.

Eingebettet in diesen dynamischen, geradlinigen Beatrock besingt Sven Janetzko einen Alltag, in dem das Ich der Welt genauso viel zu sagen hat wie die Welt dem Ich. Sie ergänzen sich, reiben sich aneinander: Auch in den Texten entsteht so ein Kraftstoff – zwischen der kleinen privaten Geschichte und der GENERATION. Wer Kokon live gesehen hat, ihre Bühnenpräsenz und Energie vom ersten bis zum letzten Takt, der hat gespürt, wie ihre Songs sekundenlang nachglühen...

Die Band kann auch zwei Gänge zurückschalten und fällt dort in jenes Tempo, das Blumfelds frühe Sprechgesänge hatten. Kokon hat auch den Wandel der Ballade verinnerlicht. Wer hier mitsingen will, stolpert im Refrain schon mal: „Ich bin der letzte meiner Generation, die sich... Krieg nennt.“ „Immer wieder auf der Suche nach... Gott“.
Bewusst wird hier das Erbe der Hamburger Schule von drei großartigen Instrumentalisten weitergeführt: Mit durchdachten Arrangements und kickenden Breaks.
Wer kein Auto ist, tanzt.
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REZENSIONEN:

„Kokon haben eine großartige Platte gemacht. Sie haben dazu die Musik nicht neu erfunden. Sie haben nur konsequent fortgesetzt, was in den 90er Jahren, als die deutschsprachige Indiemusik sich selbständig machte, begann.
Kokon werden vermutlich von einigen mit Bands wie Blumfeld, den Sternen oder Tocotronic in Beziehung gesetzt. Trotzdem gehen sie in eine andere Richtung weiter und hier beginnt der große Reiz des Albums:
GENERATION ist Indiepop zwischen riskantem aber ehrlichem Text. Und GENERATION ist Indierock zwischen Ohrwurm und Punk. Alles zusammengefaßt von immenser musikalischer Energie und nicht reibungsfreien, aber immer anregenden Texten. Kokon bewegen sich mit dieser Platte in jedem Fall in Bereichen, wo Musik und Texte um ihrer selbst willen gemacht werden. Hier geht es garantiert nicht um kurzfristigen Erfolg. Diese Platte will anstossen, will Kritik forcieren, damit umgehen und: Sie kann sie bei jedem Hören neu wiederlegen. Der Hörer ist Teil dieser Platte und das adelt dieses hörenswerte Album besonders. Dass dabei auch noch Hits wie Frankfurter Allee oder Never change... entstehen spricht nur für das riesige Potential dieser Band.“
(Rezension bei amazon.de)
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"Die Interessanten
Man reiche mir die Deutschland-Karte. Irgendwie muß sich doch heraushören lassen, aus welcher Ecke Deutschlands Kokon denn nun kommen. Spontan fallen einem gleich zwei Städte ein, die den Dreier ausgespuckt haben könnten: Hamburg und Berlin. Denn hier nähert man sich der Botschaft von zwei völlig entgegengesetzten Seiten an. Auf der einen die gut abgehangene, muskel- und sehnenstrotzende Reduktion aufs Surrogat des vermeintlich Wesentlichen, auf der anderen ein merkwürdig verheddertes Funk-Substitut, wie es den Sternen immer mal unterläuft.
Dazu wird fleißig am Thesaurus gerüttelt. "Lieber Eis als Neurodermitis." Dem können wir uns vorbehaltlos anschließen. Und dezentes Mattenschütteln zu Weisheiten wie "Was wir tun müssen, ist nicht zu tun, was wir tun müssen" wagen. Das ist merkwürdig unsauber und doch von furztrockener Reinheit. Sehr schick auch, wie Elektronixe Barbara Morgenstern den Äther bevölkert oder Helge-Schneider-Intimus Buddy Casino für "Tequila" die Orgelpfeife gibt. "Ich kann immer lachen mit Tequila." Doch ist dies keine Säuferpoesie, nur ein berückend flottes Requiem für eine gleichnamige Sängerin. "Der Grund der Wärme war / Die Feuchtigkeit des Körpers in der Luft / Und die Tränen in der Farbe des Meeres."
Hooklines gibt's auf "Generation" in der ursprünglichen Wortbedeutung. Mit Haken und Ösen und Ecken und Kanten. Kaum mal mit deutschrockendem Biedermeier wie in "Never change a winning team" oder auf der traumverlorenen "Instrumental journey". Daher verquert sich auch gerne die Lyrik. "Baby, Baby, alles gehört / Aber mein Arschloch der Gesellschaft." Kopflastig das Wort, das Rückgrat der Hansestädter steif, aber aufrecht. "Schüttel Dein Hemd / Schüttel mein Herz / Rosinen in der Suppe.
Highlights:
Was wir tun müssen; Tequila; Generation; Gifte"
(Oliver Ding von plattentests.de)
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7,50 €
Price incl. VAT

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Genre
Rock
Format
ZIP (44.78 mb)
Uploaded
03.06.2009
Hits
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License
GEMA

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