(1)

Puccini: Messa di Gloria

Giacomo Puccini (1858-1924)

Messa di Gloria

Willi Stein (Tenor)
Thomas Pfeiffer (Bariton)
Kantorei Maulbronn
Mitglieder des SWR-Sinfonie-Orchesters
Baden-Baden & Freiburg
Künstl. Leitung: Jürgen Budday

1. Kyrie [6:09]
Chor: Kyrie eleison. Christe eleison.

2. Gloria [19:56]
Chor: Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus.
Tenor Solo: Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam.
Chor: Domine Deus, Rex coelestis, Pater omnipotens.

3. Credo [14:47]
Chor: Credo in unum Deum, Patrem omnipotente...
Tenor Solo & Chor: Et incarnatus de Spiritu Sancto.
Bass Solo: Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato, passus et sepultus est.
Chor: Et resurrexit tertia die secundum scripturas et ascendit in coelum,
sedet ad dexteram Patris.

4. Sanctus [1:19]
Chor: Sanctus, sanctus, sanctus Domine, Deus Sabaoth.

5. Benedictus [2:19]
Bariton Solo: Benedictus qui venit in nomine Domini.

6. Agnus Dei [3:23]
Tenor /Bass Solo und Chor:
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Dona nobis pacem.


Obwohl die "Messa di Gloria" von Giacomo Puccini (1858-1924) den Musikwissenschaftlern seit geraumer Zeit bekannt war, taucht sie in den Konzertprogrammen erst seit kurzer Zeit auf. Die Partitur ging erst 1951 in Druck. Seitdem wird das Werk allgemein als "Messa di Gloria" bezeichnet. Die erste Aufführung fand am 12. Juli 1880 anlässlich des Festes von San Paolino, dem Schutzpatron der Glocken, statt, der in dieser toskanischen Stadt besonders verehrt wird. Jene brachte dem jungen Komponisten allgemeine Anerkennung ein.

Puccini hat in der Partitur der Messa zwei 1878 für den gleichen Festtag komponierte kirchenmusikalische Stücke verarbeitet: ein Mottetto und ein Credo. Die Komposition war ursprünglich als grosses Vokalwerk konzipiert. Die endgültige Besetzung ist jedoch für 2 Solostimmen, vierstimmigen Chor und grosses Orchester. So ist die Messa die erste umfangreiche Arbeit Puccinis, in der der Komponist an die solide musikalische Tradition seiner Familie anknüpfend bewusst die modernen Ausdrucksmittel seiner Zeit verwendet. Der vertraute Umgang mit der festlichen Chormusik und den strengsten Formen des "eingehaltenen" Kontrapunkts verbindet er mit einer persönlichen Auffassung von einem kirchenmusikalischen Stil und einer in ihren ursprünglichen Umrissen bereits festgelegten Empfindung für Melodien und schliesslich mit einem Klangstil, der schon die ausserordentliche Meisterschaft der späten Orchestration enthüllt. Puccini hing besonders an diesem Frühwerk. Anklänge an die Messa sind später in Puccinis Opern zu finden, besonders in Edgar und vor allem in Manon Lescaut. Im "Madrigale" des 2. Aktes der Manon erscheint fast das gesamte "Agnus Dei" mit nur ganz geringen strukturellen Veränderungen. Wenn man all dies in Betracht zieht, versteht man auch die hohe Achtung, die Puccinis Messa in jüngster Zeit entgegengebracht wird.


Die Mitwirkenden:

Willi Stein (Tenor)
wurde in Limburg an der Lahn geboren. Er studierte Gesang bei Kammersänger Alfred Pfeifle und Prof. Sandor Kónja und absolvierte die Opernschule an der Staatlichen Musikhochschule Stuttgart. Weiterhin belegte er Meisterkurse bei Maestra Prof. Raggi Valentini in Pesaro. Er sang an verschiedenen Bühnen im In- und Ausland tragende Opern- und Operettenpartien, wie z.B. den Rodolfo aus La Bohème, den Herzog aus Rigoletto und den Cavaradossi aus Tosca. Im Jahre 1984 war er Endrundenteilnehmer beim Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena.

Thomas Pfeiffer (Bariton)
studierte an der Stuttgarter Musikhochschule Gesang bei Prof. Helmut Lips, Liedklasse bei Prof. Hubert Giesen und Prof. Konrad Richter, Opernschule bei Prof. Klaus Nagora. An der Musikhochschule Stuttgart lehrt er als Professor für Gesang. Als Lied- und Oratoriensänger ist er regelmässig bei vielen Festspielen zu Gast, u. a. beim Kunstfest in Weimar, bei den Donaufestwochen, in Aix-en-Provence und beim Festival de Besancon.

Die Kantorei Maulbronn
ist der grossbesetzte Oratorienchor am Kloster Maulbronn, gegründet 1948. Im Laufe der Jahre hat die Kantorei Maulbronn das ganze gängige Oratorienrepertoire aufgeführt und arbeitete dabei mit so renommierten Orchestern wie den Mitgliedern des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg, dem Mitteldeutschen Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim oder der Badischen Philharmonie zusammen. Chor- und Konzertreisen führten den Chor nach Schweden, Frankreich, Italien, Jugoslawien und Ungarn. Der Chor versteht sich als ambitionierter Laienchor, über den das ZDF ein Portrait sendete und der bei verschiedenen Live-Übertragungen aus dem Kloster Maulbronn bei SDR, Deutschlandfunk, Deutsche Welle und ZDF mitwirkte.

Jürgen Budday
ist der künstlerische Leiter und Gründer des Maulbronner Kammerchores. An der Musikhochschule Stuttgart studierte er von 1967-1974, Kirchenmusik und Musikwissenschaft. Seit 1979 ist er am Evangelisch-theologischen Seminar Maulbronn tätig. Damit übernahm er gleichzeitig die künstlerische Leitung der Maulbronner Klosterkonzerte sowie der Kantorei Maulbronn. 1992 Ernennung zum Studiendirektor - 1995 Ernennung zum Kirchenmusikdirektor - 1998 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und des Bruno-Frey-Preises der Landesakademie Ochsenhausen für seine musikpädagogische Arbeit. Seit 2002 Vorsitzender des Beirats Chor beim Deutschen Musikrat. Mit dem Maulbronner Kammerchor initiierte er einen mehrjährigen Händel-Oratorien-Zyklus, bei dem er mit den berühmtesten Sängern dieses Genres zusammenarbeitet (z.B. Emma Kirkby, Michael Chance u.v.a.m.) und internationale Beachtung fand. Bei den Internationalen Chortagen in Prag erhielt er eine Auszeichnung als bester Dirigent. Aufnahmen mehrerer CDs, darunter Messias, Solomon, Belshazzar, Saul, Samson und Judas Maccabäus von G.F. Händel, die höchstes Kritikerlob erhielten.

Leave a comment

5,00 €
Price incl. VAT

Item details

Genre
Classical
Format
ZIP (95.93 mb)
Uploaded
05.06.2009
Hits
1559
License
© Copyright

see more items of K&K Verlagsanstalt

License info


Copyright - all rights reserved.

learn more about supported licenses