Album Cover: Händel - Judas Maccabäus (CD 1)

Händel - Judas Maccabäus (CD 1)

Album:
33 Tracks, 78:04 min
Format:
MP3, 320 kbit/s
Genre:
Classical 
Artist:
Maulbronner Kammerchor
 

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Händel - Judas Maccabäus (CD 1)

Oratorium Judas Maccabäus
von Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)
„Ouverture Oratorio Judah Maccabeus. angefangen den 9 July 1746. od. den 8 dieses“ schrieb er auf die erste Seite des Autographs, und am Ende der letzten steht „S.D.G. Fine dell’Oratorio G.F.H. Agost. 11. 1746. völlig geendet.“ Auf Empfehlung des Prince of Wales hatte Händel sich an den Geistlichen Thomas Morell mit der Bitte um ein passendes Libretto gewandt. Fast ein viertel Jahrhundert später gab dieser in seinen Memoiren einen lebendigen Bericht von der Zusammenarbeit mit Händel: „Nach zwei oder drei Tagen brachte ich ihm den ersten Akt von JUDAS MACCABAEUS, der seine Zustimmung fand. ‚Gut‘, sagte er ‚und wie wollen Sie fortfahren?‘ ‚Nun, wir müssen uns einen Kampf vorstellen, den die Israeliten gewonnen haben, und so beginnen wir mit einem Chor wie Fallen is the Foe oder so ähnlich.‘ ‚Nein, ich will es so haben‘, und er begann, das Thema auf dem Cembalo zu spielen, wie es jetzt dasteht. ‚Nun, machen Sie weiter‘. ‚Ich werde Ihnen morgen mehr bringen‘ ‚Nein, jetzt sofort.‘ So fall thy Foes, O Lord ‚Das wird gehen‘, und sogleich führte er die Komposition fort, wie wir sie in jenem wunderbaren Chor vor uns haben. N.B. Der Plan von JUDAS MACCABAEUS war als Huldigung für den Duke of Cumberland bei seiner siegreichen Heimkehr aus Schottland entworfen.“ Der Beginn von Händels Zusammenarbeit mit Morell bedeutet einen deutlichen Einschnitt in der Entwicklung des Oratoriums. Seit seiner Rückkehr aus Dublin 1742 hatte der Komponist mit Samson, Semele, Hercules und Belshazzar vier seiner besten dramatischen Oratorien geschrieben, deren Libretti von vier verschiedenen Autoren stammten. In Reverend Thomas Morell (1703-1784) stiess Händel nun auf einen vielseitig gebildeten Mann.
Die vorliegende Produktion ist Teil eines Zyklus alttestamentarischer Oratorien von G. F. Händel, die im Rahmen der Klosterkonzerte Maulbronn über mehrere Jahre hinweg aufgeführt werden. Grundlage des Konzepts ist die Verbindung barocker oratorischer Musik in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis mit dem akustisch und atmosphärisch optimal geeigneten Raum der einzigartigen Klosterkirche. Dieser Idealort für die Interpretation geistlicher Musik verlangt geradezu nach der Durchsichtigkeit des Musizierens und der interpretatorischen Freilegung der rhetorischen Gestik der Komposition, wie sie durch die historische Aufführungspraxis in besonderer Weise gewährleistet ist.

ACT I
Die Israeliten beklagen den Tod ihres Führers Mattatias. Sie bitten Gott, ihnen einen Nachfolger zu schicken, der sie aus der Unterdrückung befreit und ihnen die Freiheit wiedergibt. Simon, einer der Söhne des Mattatias und Hoherpriester, verkündet, Gott habe seinen Bruder Judas Makkabäus als neuen Heerführer auserkoren. Judas verspricht dem jüdischen Volk Frieden und Freiheit.

ACT II
Die Israeliten jubeln Judas Makkabäus zu, der die feindlichen Heere aus Samaria unter Apollonius und aus Syrien unter Seron geschlagen hat. Als ein Bote berichtet, dass König Antiochus ein ägyptisches Heer unter der Führung von Gorgias nach Judäa entsandt habe, überfällt Verzweiflung die Israeliten. Doch Simon und Judas stärken den Siegeswillen der israelitischen Truppen.

ACT III
Der Tempel von Jerusalem ist zurückerobert und das Fest des Lichtes soll gefeiert werden. Ein Bote berichtet, wie Judas, der Makkabäer, den Rest der feindlichen Heere unter Nikanor bei Kapharsalama geschlagen habe. Der Sieger zieht im Triumph in Jerusalem ein und gedenkt der im Kampf Gefallenen. Von einer Mission in Rom kehrt der israelitische Gesandte Eupolemus mit einem Vertrag zurück, der die Unabhängigkeit Judäas garantiert. Die Israeliten danken Gott und preisen den Sieger, der ihnen die Hoffnung auf Frieden und Wohlstand zurückgegeben hat.

Das Libretto von Thomas Morell geht im wesentlichen auf das erste Buch der Makkabäer aus dem Alten Testament (apokryphe Schriften) zurück (1. Makk. 2-8). In ihm wird der jüdische Kampf gegen die Herrschaft der Seleukiden geschildert, die unter Antiochus IV. Epiphanes den Glauben und den Gottesdienst Israels auszurotten versuchten.


Mitwirkende

Sinéad Pratschke – Sopran
schloss ihre Studien am Royal College of Music an der Universität von Western Ontario in Kanada ab, wo sie mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Sie erhielt Stipendien vom Ian Fleming Trust, dem Canada Council und der Gräfin von Muster. Unter der Leitung von David Willcocks sang sie u.a. die Matthäus-Passion von Bach. 1998 folgten weitere Auftritte in Holland und Deutschland mit Bachs h-Moll Messe und als Susanna in Figaro’s Hochzeit. Eine Aufführung als Dafne in Händels Apollo und Dafne mit Trevor Pinnock und English Concert in der Queen Elizabeth Hall in London führte 1999 zu ihrer Einladung, in Maulbronn Händels SAMSON zu singen.

Catherine King – Mezzo
Nach dem Besuch des Trinity College Cambridge und der Guildhall in London studierte Catherine King bei Josephine Veasey. Als versierte Spezialistin für Alte Musik tritt sie mit berühmten Ensembles, u.a. den Gothic Voices, London Baroque, Fretwork, Singcircle und dem Nash Ensemble auf. Auch grosse Oratorien von Händel, Bach und Mozart gehören zu ihrem Repertoire.

Charles Humphries – Altus
studierte an der Royal Academy of Music. Seit dem Ende seiner Studien bei Charles Brett, James Bowman und Michael Chance wird er als einer der vielversprechendsten Countertenöre seiner Generation angesehen. Er hat in den führenden Ensembles für Barockmusik gesungen, darunter Cardinall’s Musick, Gabrieli Consort, The King’s Consort, English Baroque Soloists, The English Concert. Daneben ist er auch als Solist erfolgreich. 1999 führten ihn Recitals nach England, Deutschland, Dänemark und Polen.

Mark LeBrocq - Tenor
der an der Royal Academy of Music studierte, ist zur Zeit Mitglied der English National Opera. Seine Konzerttätigkeit hat sich in der Zwischenzeit, auch als Lied- und Oratoriensänger, auf USA, Frankreich, Deutschland, Spanien und den Mittleren Osten erstreckt. Er tritt regelmässig mit dem Gabrieli Consort / Paul McCreesh auf verschiedenen Festivals innerhalb ganz Europas auf.

Christopher Purves - Bass
hat bei David Keren Gesang studiert und ist derzeit Schüler von Diane Forlano. Er trat als Solist in zahlreichen Opern (z.B. von Mozart und Monteverdi) sowie grossen Oratorien von Händel auf. Seine Konzertengagements führen ihn zusammen mit Ensembles und Dirigenten wie z.B. The Sixteen, Herreweghe, Hickox, Gabrieli Consort Covent Garden, John Taverner und Academy of Ancient Music in die grossen Konzertsäle der ganzen Welt

Musica Florea Prag
Das Ensemble Musica florea wurde 1992 von seinem Leiter Marek Štryncl gegründet. Er studierte an der Dresdner Akademie für Alte Musik barockes Violoncello. Als führendes Barockorchester Tschechiens wird Musica Florea zu zahlreichen Festivals, wie z.B. nach Polen, Deutschland, Ungarn, Frankreich und Belgien eingeladen.

Der Maulbronner Kammerchor
wurde 1983 gegründet und zählt heute zu den Spitzenchören Deutschlands. Ein erster Platz beim 5. Deutschen Chorwettbewerb in Regensburg 1998, zeugen von der Leistungsfähigkeit des Chores und seines Leiters Jürgen Budday. Der Kammerchor ist jedoch auch auf internationalem Parkett zugange. So betritt er bereits seit der Gründung 1983 mit der Tournee durch die USA, Konzerten in New York und Indianapolis, wie auch in Konzertreisen durch mehrere europäische Länder, Argentinien und Israel die internationale Bühne. Im Oktober 1998 gewann er den Wettbewerb der 12. Internationalen Prager Chortage und wurde als Laureat (Gesamtsieger) des Festivals ausgezeichnet.

Jürgen Budday - Dirigent
ist der künstlerische Leiter der Klosterkonzerte Maulbronn, der Kantorei Maulbronn und des mehrfach preisgekrönten Maulbronner Kammerchores. Seit 1979 lehrt er am Evang. Seminar Maulbronn. Für seine musikpädagogische und künstlerische Arbeit erhielt er Ehrungen und Auszeichnungen (u.a. den Bruno-Frey-Preis der Landesakademie Ochsenhausen, das Verdienstkreuz am Bande der BRD).

Pressestimmen:
"Erfreulicher Weise liegt nach "Jephtha" und "Samson" nun auch diese unbedingt konkurrenzfähige Wiedergabe im Rahmen der ausgesprochen verdienstvollen "Edition Kloster Maulbronn" der K&K Verlagsanstalt auf 2 CD´s vor. Die vorzügliche Aufnahmetechnik in 2-Track-Stereo DDD führt dabei nicht nur zu einem authentischen Klangeindruck aus der Klosterkirche, sie ist zugleich von dergestalt bestechender Transparenz und Brillanz, dass das Hören am heimischen Player ein erlesenes Vergnügen bereitet...Jürgen Budday bietet eine stilistisch hochkompetente und ausdrucksvoll gestaltete Wiedergabe in historischer Aufführungspraxis; ein ebenso eleganter wie empfindsamer Händel von eminentem Reiz..." (DIE RHEINPFALZ)
"Manchmal gibt es Konzerte, über die man besser nicht schreiben sollte, weil man mit Worten deren Schönheit und Glanz ohnehin nicht treffend beschreiben kann..."
"I'm very delighted with your recording of Judas Maccabaeus. The conducting is energic and subtle, the instruments are played with accuracy and I discovered new sounds that I had not heard in other recordings. This version is part of the best recordings of Judas Maccabaeus I have ever heard (Mackerras, Fey, McGegan,King...) and to some regards superior to them."

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23.06.2009
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