Ganz klar, es handelt sich hier um eine Hybridkuh, deren diabolische Gene unübersehbar in den angedeuteten Teufelshörnern 'herauswachsen'. Hier festgehalten in der klassischen Tradition der großen Tierportraitisten des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Dem gemalten Portrait etwa der niederländischen Tiermaler des 17.Jahrhunderts in Nichts nachstehend. Dem Portraitisten gelingt es in unnachahmlicher Art den Moment der tierischen Realität einzufangen. Scheinbar sinniert die Darstellerin von computergesteuerten Melkmaschinen, denn die Augen schauen glasklar ins Nirgendwo.
Besser kann man die Schöpfung in ihrer Vielfalt und in ihrem Alltag nicht abbilden. Der Betrachter verweilt recht gerne in der zugeeigneten Betrachtung. Gleichsam ein Bildnis und eine Metapher des Seins. Ein großartiges Werk das seinesgleichen sucht auf dieser Wiese.
wernergmelch
am 06.10.2009
Leave a comment