Photo: BenjaminVoss

BenjaminVoss

Location:
Erfurt, Germany
Genres:
Folk / Country,Pop,Christmas
Job:
Student
Bio:
Hallo ich bin Ben. Seit sieben Jahren ...
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Hallo ich bin Ben. Seit sieben Jahren beschäftige ich mich nun mit Folkmusik und versuche soviel wie möglich in meine Musik einfließen zulassen. Am Anfang stand die irische Musik in all ihren Formen von "sean nos"-Gesang, Lilting und Ceili-Musik zu modernen Folkrock-Bands wie "The Corrs" oder der kanadischen "Weltmusikerin" Loreena McKennitt.

In der Anfangszeit war Folkmusik aber etwas, was irgendwo anders passierte: ob geographisch in Irland und Großbritannien oder zeitlich im Mittelalter und der Renaissance.

2002 entdeckte ich dann erstmals das "Tanz- und Folkfest Rudolstadt" und damit eine neue moderne Art der Folkmusik, die Länder- und Stilgrenzen überspringt und alles mitten in meiner Heimat: Thüringen.

"Damals" spielte ich in der Folk-Pop-Band "Friday Afternoon", aber es schien sich schon bald abzuzeichnen, dass ein Mix aus Pop und Folk beiden "Parteien" nicht genug war. So trennte sich die Gruppe 2003. So kam ich endlich zu einem Projekt, das nur Folkmusik beinhaltete: "Ceol An Tsaoil". Zusammen mit Katrin Gernandt, die ersten eigenen Aufnahmen selbst gemachter Folkmusik aus einer Scheune im Sommer 2003. Das hat sehr viel Spaß gemacht :-)

Auf diesen Aufnahmen ist auch das U.S.-amerikanische traditional "Shady Grove", was schon eine neue Musikrichtung zeigt. Die Musik der irisch-britischen Einwanderer beschäftigt mich seit 2003 doch zunehmend. So kamen zu meinem Instrumentarium (bestehend aus Schlagzeug, Bodhràn, Tin Whistle, Akkordeon und Psalterium) noch Autoharp, Gitarre (die Instrumente der einmahligen Carter-Family) und Tenor-Ukulele hinzu. Auch "Cradle Song" war Teil dieser Aufnahme-Session: ein vertontes Gedicht von William Blake und eins meiner ersten eigenen Lieder.

In den nächsten Jahren 2004 und 2005 hat die Schule "leider" mehr Aufmerksamkeit als die Musik verlangt. Aber dadurch kam ich ein bisschen rum: 2003 eine Fahrt über die Alpen, durch Italien nach Ancona, mit dem Schiff nach Patras und dann mit dem Bus quer durch Griechenland. Einfach einmalig. 2004 besuchten wir die deutsche Künstlerkolonie Worpswede in Niedersachsen und 2005 endlich Schottland mit Schlössern, Great Highland Bagpipes und -natürlich- Loch Ness.

In meiner Abiturzeit bekam ich auch die Möglichkeit bei unserer griechischen Theatergruppe mitzuwirken. Ich durfte zu dem Stück "Die Frauenvolksversammlung" von Aristophanes Musik schreiben und diese dann - möglichst geschickt - ins Bühnengeschehen einweben.

Das war was völlig Neues, den das Musik-Text-Rhythmusverhältnis war im antiken griechischen Theater viel enger als heute. Natürlich "musste" auch ein traditional mit ins Programm: "Macedonska Devoijce" ein Liebeslied aus Makedonien. Diese Lieder wurden dann im Theaterstück selber nur von mir auf Flöte und Darabouka gespielt, was noch mal eine Extra-Herrausforderung war. Wir führten dieses Stück in Eisenach, Speyer und Ludwigshafen auf. Die Einnahmen kamen immer caritativen Organisationen zu Gute.

Ebenfalls in diese Zeit fällt der Start der Nachfolgerband von "Friday Afternoon":

"Stop Look Listen". Diesmal reiner Pop-Rock aus der eigenen Feder. Bei "SLL" spiele ich Schlagzeug und singe Backround und versuche mich auch am Arrangieren des Backroundgesangs. Das Schlagzeug hat mich von Anfang an begleitet und hat mir immer wieder musikalische Möglichkeiten eröffnet, vorallem in der Kirchenmusik unserer Region Nazza/Ebenshausen/Mihla. Aber ein ganz besonderes Highlight sind die "Mihlaer Gospelnächte" Zum zweiten Mal war ich nun dabei und es macht immer wieder Spaß zu zusehen, wie aus den ersten Chorproben (mit ganz wackeligem Schlagzeug) ein fantastischer Konzertabend mit zwei Chören, Band und "jazzig-jiddischen" Klarinettenstücken wird.

Nun ist's 2007 und ich arbeite gerade an meiner ersten CD "Home On The Hillside", die verraussichtlich Juni/Juli 2007 erscheinen wird. Die ersten Lieder sind bereits (wortwörtlich) "im Kasten". Bei diesen Stücken versuche ich meine musikalische "Herkunft" mit meiner geographischen zu verbinden. Hier treffen also thüringische Sagen und Geschichte(n) auf irisch-amerikanische Musik und ich hoffe sehr, dass es dieses Album bei Gelegenheit mal auf die Bühne schafft. Vielleicht trifft man sich ja mal vor, hinter oder sogar auf der Bühne.

Benjamin Voss